Den Bakterien auf der Spur

Im Landesfinale der 16. Biologie-Olympiade hat der Schüler Max Zhao vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium den ersten Platz in der Jahrgangsstufe 9 belegt. Der 15-Jährige setzte sich gegen rund ein Dutzend Mitbewerber durch. Er belegte zum dritten Mal in Folge den ersten Platz.


Max Zhao



Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch gratulierte allen Preisträgern. „Ich freue mich über die hervorragenden Ergebnisse der Teilnehmer des Landesfinales“, sagte Münch. „Das zeigt, dass in den Naturwissenschaften im Land Brandenburg herausragende Leistungen erbracht werden.“
Weniger die Leistungen sind für Max Zhao entscheidend als seine eigene Neugier am Thema. Die Praxis-Aufgabe, bei der die Populationsentwicklung von Bakterien unter dem Mikroskop untersucht werden sollte, meisterte er problemlos. Fragen der Molekularbiologie und Genetik faszinierten ihn schon seit der siebten Klasse: „Wenn man sich umsieht, erkennt man, dass alles aus der Biologie hervorgeht“, sagt er. Für ihn hat der Wettbewerb erst begonnen. Als nächstes Ziel peilt er die Internationale Biologie-Olympiade an. Dafür werden aktuell die Teilnehmer aus Deutschland ausgewählt. Die erste Runde läuft bereits. Die Schüler führen ein Experiment selbstständig durch, werten es aus und dokumentieren es fotografisch. Dieses Mal dreht es sich um Lotus-Pflanzen, verrät Zhao. Bis zum Ende der Sommerferien hat er dafür Zeit.

Die Chancen stehen gut für ihn, in die Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. Brandenburg sei traditionell stark in den Naturwissenschaften, sagt Biologie-Lehrerin Vera Schirrmacher. Ende der 90er Jahre seien es sogar ausschließlich Schüler aus Brandenburg gewesen, die Deutschland im internationalen Biologie-Wettbewerb vertreten hätten.
Bis es so weit ist, experimentiert Max Zhao in der wöchentlichen Bio-Arbeitsgemeinschaft. Wenn er gerade nicht für Biologie lernt, spielt er Gitarre: Das hat er sich selbst beigebracht.

MAZ 20.05.2011 (bearbeitet: Wulfert FWG)