Was wird aus mir?
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Welche Studienmöglichkeiten bieten sich mir?
- Ermitteln „passgerechter“ Studiengänge
- Informieren über innovative Studiengänge
- zielgerichtetes Auswählen der Studienrichtung
- zielgerichtete Studienvorbereitung
- Senkung der Abbrecherquote nach begonnenem (Erst-)Studium
Schülerinnen und Schüler der 11. Klassestufe des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Königs Wusterhausen begannen mit unterschiedlichsten Erwartungen diese Projektwoche, die für viele Überraschungen der ganz anderen Art bereithielt.
Diese Woche bildete gleichzeitig den Beginn gemeinsamen Bemühungen von Wirtschaft, Technischer Fachhochschule Wildau und weiterführenden Schulen unserer Region im Projekt „Lernen zu Studieren“.
Frau Patricia Braak und Herrn Stefan Schwarz und von der AMM-Gruppe/STOP gestalteten die Tage Montag und Donnerstag zu einem Selbsterfahrungserlebnis für unsere Schülerinnen und Schüler.
Rhetorisch geschickte Gesprächsführung motivierte sie, sich aktiv mit ihrer Zukunft, den bestehenden Chancen und vor allem ihren eigenen Zielvorstellungen auseinanderzusetzen. In Gruppen-, Partner- und Einzelgesprächen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Gedanken und Fragestellungen auseinander, mit denen sie sich bisher noch nie bzw. noch nie bewusst beschäftigt haben. Wenn es auch sehr stressige Stunden waren - auf Pausen wurde fast verzichtet – waren sich die Schüler einig: „Wir wollen eine weitere Zusammenarbeit.“.
Das Projekt „Lernen zu Studieren“ wurde vorgestellt und bot sich den Schülern als Begleiter in allen Fragen der Planung, Vorbereitung und letztlich Einstieg in ein ingenieurwissenschaftliches Studium an. Die Angebote reichen von der Organisation von Praktika bis hin zum Angebot von Rhetorikkursen und Coachingmöglichkeiten. Mit Frau Achterberg von der TFH Wildau, und Frau Scherfke (AMM-Gruppe) lernten die Schüler neben Herrn Schwarz auch gleich die entsprechenden Ansprechpartner kennen.
Am Dienstag und Mittwoch wurden dann andere Bausteine des Projekts den Schülern exemplarisch vorgestellt.
Am Dienstag führte der Dekan der ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der TFH Wildau, Herr Prof. Mirre, die Schüler in einem sehr anschaulichen Vortrag in die Studiengänge seiner Fakultät ein. Auch die neuen akademischen Abschlüsse Bachelor und Master wurden erläutert.
Innovative Studienrichtungen wie Bioinformatik und Telematik, traditionelle wie Physikalische Technik und auch die neue clevere Variante des dualen Studiums stießen auf Interesse bei den konzentriert zuhörenden Schülerinnen und Schülern.
Ein anschließender Fachvortrag über Biosensorik, gehalten von Herr Dr. Lübke, rundete die allgemeine Einführung ab und bereitete schon das für den Mittwoch geplante Praktikum in diesem Bereich vor.
Als Abschluss dieses Tages war die Einführung in die wissenschaftliche Bibliothek der TFH Wildau organisiert. In dieser Einführung erfuhren die Schüler, dass diese Bibliothek einen umfangreichen Fundus an Print- und E-Medien zur Verfügung hat, welcher auch zur Erledigung schulischer Aufgaben durchaus genutzt werden kann. Mit der Ausstellung der Bibliotheksausweise für alle teilnehmenden Schüler und dem von Frau Achterberg organisierten Essen zu Studentenpreisen in der Mensa der TFH Wildau endete dieser Tag.
Am Mittwoch trafen sich die Projektteilnehmer zum Einführungsvortrag der Fachrichtung Telematik. Es wurde klar, dass dieser Studiengang ein sehr zukunftsorientiertes Ziel hat und auf Grund der engen Verflechtung mit Firmen bei erfolgreichem Abschluss sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht. Einige Schüler nutzten die Gelegenheit und knüpften Kontakte zum Fachbereich Telematik um eigene Projektideen umsetzen zu können.
Nach einer kurzen Pause begann der praktische Teil. In zwei Gruppen geteilt besuchten die Schüler entweder ein geplantes Praktikum in der Bioinformatik, welches sich an den Vortrag vom Vortag anlehnte bzw. die Abteilung der physikalischen Technik. Im Bereich der Physik erfolgte zunächst durch den Leiter der Fachrichtung Herr Prof. Rolle eine kurze Einführung in den Studiengang „Physikalische Technik“ mit Erläuterungen zu den Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Eine praktische Übung am Rasterelektronenmikroskop stieß auf großes Interesse. Jeder Teilnehmer fand bei bis zu 3700facher Vergrößerung interessante Details am Körper einer präparierten Ameise, welche als Erinnerung ausgedruckt werden konnten. Eine anschließende Erläuterung des physikalischen Grundpraktikums durch Herrn Dipl.-Ing. Jergovic hatte mit der Präsentation des Stirlingmotors seinen Höhepunkt.
Die zweite Gruppe baute unter Anleitung von Herrn Dr. Lübke einen Biosensor zum Nachweis von Glukose. Eine konzentriert abzuarbeitende Versuchanleitung machte die Schüler mit neuen Gerätschaften und Arbeitstechniken in einem Biologischen Labor bekannt und verschaffte ihnen ein Erfolgserlebnis.
Diese sicherlich sehr arbeitsintensive Woche stellte den Anfang einer Reihe von Maßnahmen innerhalb des Projektes „Lernen zu Studieren“ dar, welches der Idee folgt, dass bei rechtzeitiger Orientierung in seinem eigenen Lebensweg, Hoch und Höchstleistungen möglich sind.
Den Organisatoren und Teilnehmern dieser Woche möchte ich hiermit herzlich danken.
Hiermit sind alle interessierten Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer auch anderer Schulen eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Weiterführende Angebote unterbreiten wir über Aushänge im Schulhaus und die Website der Schule.
Uwe Schierhorn
Friedrich-Wilhelm-Gymnasium