Theo-Preisverleihung


Am 20.4. war es so weit:
Der Literaturpreis „Theo“ – benannt nach dem berühmten Theodor Fontane und für den Bereich Berlin/Brandenburg vertretend - wurde in den Altersgruppen 9-12, 13-15 und 16-18 verliehen. Und bei den Nominierten findet sich ein uns bekannter Name wieder: Marie Michael. Die 15-jährige hat mit ihrem Gedicht „Letzter Kampf“ an dem Wettbewerb teilgenommen und wurde als Beste ihres Alters ausgewählt um an jenem Tag die Chance auf diesen begehrten Jugendpreis zu bekommen. 300 Einsendungen wurden durchforstet und 11 glückliche Nominierte wurden eingeladen, drei von ihnen würden den Erfolg genießen können. Marie Michael, welche an unserer Schule die Klasse 9/1 besucht, besucht seit diesem Schuljahr die AG „Kreatives Schreiben“, hat ein Praktikum bei einer Zeitung absolviert und nun kam es darauf an: Würde dies bereits ausreichen? Mit völliger Ruhe und Selbstbeherrschung stellte sie sich an das Rednerpult und trug ihr Gedicht „Der letzte Kampf“ ausdrucksstark vor, während in der ersten Reihe unter anderem Ministerpräsident Matthias Platzeck und Chefin der Staatskanzlei Berlin, Frau Barbara Kisseler, ihren Worten gespannt folgten. Sie erntete begeisterten Applaus und die Chancen auf den Preis standen gut. Leider aber war die Konkurrenz stark und aus ihrer Altersgruppe gewann die Nominierte 14-jährige. Neben ihr gewannen der 9-jährige Nominierte und die 16-jährige Nominierte. Marie Michael, die übrigens auch in zahlreichen anderen Gebieten bereits erfolgreich war, wie z.B. bei der Physik-Olympiade und der Deutsch-Olympiade, lässt sich dadurch nicht aus der Bahn werfen und gibt sich optimistisch. Sie wird ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren, freut sich, dass so viele hinter ihr standen und wird wie jeden Montag auch in Zukunft die AG „Kreatives Schreiben“ besuchen, um weitere Fortschritte zu tätigen. Bei Maries großartigem Talent jedoch machen wir uns keine Sorgen und sind gespannt darauf, was wir in Zukunft von ihr erwarten können!

Maries Gedicht:

Letzter Kampf
Er kehrt zurück aus Kampf und Sieg
nach langen, harten Tagen
Und hat nun nur noch einen Krieg
im Inner’n auszutragen

Es waren mehr als hundert Mann
durch seine Hand gestorben
Und weil er nicht vergessen kann
hat das sein Herz verdorben

Er dachte, dass es edel wär’
fürs Vaterland zu streiten
Sie sagten, Töten sei nicht schwer
Es würde Lust bereiten

Sie sagten, dass es mutig sei
nach Ruhm und Glanz zu streben
Doch leider hat er nebenbei
vergessen auch zu leben

Es schwand die Reue mit der Zeit
beim Schlitzen einer Kehle
Sie nennen ’s Abgehärtetheit
Er nennt es kranke Seele

Verbogen haben sie ihn nur
zur willigen Maschine
Auf dass er zielgerichtet, stur
zum Töten ihnen diene